die letzten Tage in Cuenca waren gepraegt von einer localen Feier "190 Jahre Cuenca"... das war ganz schoen, weil ueberall in der Stadt kleine lokale Feste und Feiern waren. Wir sind grad dazugelaufen, als sie eine grosse Buehne mit Sinfonieorchester, divesten Solisten und Militaerkapelle aufgebaut haben, direkt mittendrin
Dann gings auch gleich richtig los, schon nach dem ersten Stueck mit Pauken und Trompenten und (sehr nahem..) Feuerwerk. Eigentlcih dachte ich , sie haben danach schon ihr ganzes Pulver verschossen, danach gings aber mit mehr suedamerikanischen Stuecken hab, und das ganze Publikum hat mitgefeiert "Viva Cuenca"
Lustig war auch das Militaerorchester, die nicht soviele Einsaetze hatten, und sich dafuer die ganze Zeit auf der Buehne alternativ mit ihren Handys beschaeftigt haben..
.... Daheim im Hotel hat man auch noch die ganze Nacht Feuerwerk aus verschiedenen Richtungen gehoert.
Noch ein stiller Innenhof in Cuenca
Am naechsten Tag eine Wanderung in den Nationalpark Cajas. Am Anfang hab ich ja befuerchtet, dass unser Guide, der uns hinter finsterer Sonnenbrille genauso finster begruesst hat auch etwas zuviel Viva Cuenca am Vorabend hatte... im Nachhinein war er aber voll fit und die Tour war echt klasse. Der Nationalpark ist aus Urzeiten ein Gletschergebiet, wo jetzt lauter Moorseen und so verblieben sind. An einem steht noch die Ruine einer deutschen (!) Brauerei, wohl ein Hinweis auf die Wasserqualitaet. Die darf aber wegen Denkmalschutz im Naturschutzgebiet nicht abgerissen werden.
Der hoechste Punkt an dem wir enden ist bei Tres Cruces auf ca 4.200m. Weiter durch die Landschaft, wobei wir echt 1000 Heil- und sonstige Pflanzen gezeigt bekommen, gehts nachher durch einen ganz tollen Polylepis-Wald, Das sind so ganz verschlungen Baeume mit blaettrigen Staemmen und mit Moos bewachsen. Sieht aus wie ein Zauberwald, durch den wir langsam absteigen.. Vielleicht gehts ja diesmal besser mit dem Bildern und ihr kriegt was zu sehen....
Fuer den naechsten Tag haben wir uns Bustickets organisiert und weiter gehts auf der Panamerikana Sur,. hier auch die Strasse der Vulkane, nach Norden. Der Busfahrerassistent hat immer kleine Spenden fuer die diversen Kapellen am Wegesrand, so dass wir quasi "gefahrlos" vorankommen.
Schwein am Spiess.... in allen Lagen und auf allen Strassen praesent..
Die Wolken sind tief und die Berge hoch, daher verstecken sich auch die "Grossen" wie Chimborazo und Co hauptsaechlich. Manchmal reissen die Wolken auf und man kriegt spektakulaere Anblicke, fuer Bilder langt es aber kaum.
Bei Ambato biegen wir von der Panamerikana ab (OK, man kann auch sagen wir wechseln den Bus) und fahren weiter nach Banos, von wo aus ich euch auch schreibe.
Das liegt direkt unter dem Vulkan Turnguruhua..
...der noch ziemlich aktiv ist, weswegen Banos in den letzten Jahren auch immer wieder evakuiert wurde. Angeblich gibt es Hostals in "vulkansicheren" Zonen, unseres gehoert jedoch nicht dazu :-)
Banos del Aqua Santa hat wundersame Heilquellen nebst dazugehoeriger Marienlegenden, und in diesen Tagen sein groesstes jaehrliches Fest. Tausend Menschen quellen hier durch die Strassen... wie und was sie genau feieren ist dabei kaum auszumachen, aber immer sind alle auf den Beinen. In der Kirche gibt Gemaelde und Geschenke als Beweis der diverstesten Rettungen....
Zu den Heilquellen gibt es auch ein Thermalbad, wo wir uns heute morgen brav in die polizeibewachte Schlange der wartenden Ecuatorianer mit eingereiht haben. Drinnen ist es dermassen voll, dass die Leute im Wasser stehen, wie im Suppentopf... Silke hat sich heldenhaft dazugequetscht, ich hab das ganze lieber mal vom sicheren Rand aus betrachtet... war mir dann doch zuviel des guten.
Im Moment tobt hier schon wieder die Fiesta lautstark um mich rum...morgen wollen wir dem entkommen und mit Mountainbikes die Vulkanstrasse runterfahren (theoretisch nimmt einem Abends wieder ein Bus mit hoch.....)
***Ach so... alle die mir immer so nett auf den Blog antworten... ihr duerft auch ruhig hier direkt rein posten.... der beisst nicht :-)***
Cool!
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